• slidebg1
    ZENTRUM FÜR ANGEWANDTE
    PASTORALFORSCHUNG
Die Taufberufung als Referenzgröße zukunftsweisender Bistumsentwicklung
 
Ohne Frage durchleben die kirchlichen Organisationseinheiten derzeit die Schwierigkeit, das über Jahrhunderte gewohnte System pastoraler Versorgung der Gläubigen durch Priester verändern zu müssen. Weder gibt es für dieses personalintensive System genug Priester noch erscheint das dahinterstehende Versorgungsdenken modernen Bürgerinnen und Bürger als kompatibel mit ihren allgemeinen Emanzipations- und Selbstbestimmungsansprüchen. Theologisch und pastoralplanerisch rücken daher neue und in der Vergangenheit eher unterbelichtete Ressourcen des Christseins in den Blick. Hierzu gehört auf jeden Fall die Neuentdeckung der Taufe wie des in der Taufe gründenden sogenannten ‚Gemeinsamen Priestertums‘. Die Kirche der Zukunft, so die Überzeugung, atmet kraftvoll mit zwei Lungenflügeln: dem Weihepriestertum und der Taufe.
 
Das Projekt untersucht die Tragweite und die mögliche Konkretion dieser Überzeugung. Systematisch-theologisch wie kirchenrechtlich sind die neuen Handlungspotenziale der Pastoralplanung auszuloten. Als tool des Wissenstransfers entstehen Vorschläge und Experimente für taufgesteuerte neuer Praxen in den vier Bereichen, die das Erzbistum Paderborn derzeit strategisch fokussiert: Caritas und Weltverantwortung; Neue pastorale Orte und Gelegenheiten; Sakramentenpastoral; Ehrenamt.


Partner Erzbistum Paderborn


Projektdauer 3 Jahre (1.1.2014 – 31.12.2016)


Projektbearbeiter*in(nen)
Kathrin Speckenheuer